Genereller Medien-„fehler“ zur Zeit

Die Zeit ist schnellebiger geworden und die Medien sind davon nicht ausgenommen: Jeder muss schnell seinen eigenen ersten Artikel schreiben. Deswegen kommt in kürzester Zeit alles mehrfach auf den Tisch.

Man liest auch nicht mehr nur eine Tageszeitung und schaut abends Tagesschau, sondern man klickt einmal auf zeit.de, einmal auf spiegel.de, einmal auf sz.de, einmal auf faz.de und dann liest man wahrscheinlich noch auf sozialen Netzwerken wenigstens die Überschriften aller anderen Medien. Diese große Beschallung, die erst zu dem empfundenen Krawall führt, gab es vor 10-15 Jahren noch nicht.

Wie könnte man dagegen vorgehen? Gerade die „großen“ informieren meist in immer wieder aktualisierten „Faktenartikeln“ über die Lage und kommentieren mehrfach und von allen Seiten aus. Für ein Medium alleine mag das gründlich und okay sein, aber von allen ist das recht hart. Vielleicht sollte man lieber zu Beginn nur Agenturmeldungen relativ unkommentiert durchrattern lassen und danach mit Bedacht von zwei oder drei Seiten auskommentieren? Vielleicht sollte man sich gerade in Zeiten, wo es mal wieder ein „mediale Sau im Dorf“ gibt, bewusst besonders auf andere Themen konzentrieren oder vielleicht was altes ausgraben (was passiert zur Zeit eigentlich in Mali?).

Immer in dasselbe Muster verfallen und dann Selbstkasteiungsartikel wie dieser hier sind auf Dauer auf jeden Fall nicht die Lösung.

(kopierter Kommentar zu diesem Artikel: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2013-04/Hoeness-Vorverurteilung-Steuerhinterziehung-Kommentar/komplettansicht)